Der Ausschluss des contergangeschädigten Michael Rosenberg aus dem Kölner Ortsverband

Mit Schreiben vom 20. September 2013 wurde der contergangeschädigte Michael Rosenberg aus dem Interessenverband Contergangeschädigter und deren Angehörige -Contergangeschädigtenhilfswerk - Bezirk Köln e.V. (Kölner Ortsverband) ausgeschlossen.

Aber der 1. Vorsitzende des Kölner Ortsverbandes, Udo Herterich, gleichzeitig 1. Vorsitzender des Landesverbandes NRW und zudem Sprecher der ICTA Deutschland, hat es noch nicht einmal geschafft, auf die gegen den Ausschluss gerichtete Klage von Michael Rosenberg fristgerecht und adäquat zu erwidern.

Am 15.7.2014 erging zu Gunsten von Michael Rosenberg vor dem Amtsgericht Köln gegen den Kölner Ortsverband Versäumnisurteil.

Die gegen das Versäumnisurteil mögliche Einspruchsfrist von 2 Wochen wurde von Udo Herterich ebenfalls verschludert.

Auf Anraten des Amtsgerichts Köln nahm der Kölner Ortsverband den Einspruch vom 20.8.2014 über seinen Rechtsanwalt Dr. Aziz Kaba am 4.9.2014 wieder zurück.

Natürlich gingen die gesamten Kosten dieses Vorgangs von Herrn Udo Herterich zulasten des Ortsverbandes Köln.

Anlässlich des gesamten Vorgangs hat uns Michael Rosenberg in einem Brief vom 23.9.2014 gebeten, den Brief samt Anlagen zu veröffentlichen.

Dieser Bitte kommen wir natürlich sehr gerne nach.

Die Hintergründe des Vorgangs werden von Michael Rosenberg in seinem Offenen Brief beschrieben.

Wir veröffentlichen den Brief nachfolgend mit einer interaktiven Verlinkung zu den Anlagen im Brieftext, so dass Sie beim Lesen des Offenen Briefes nicht ständig zwischen dem Brief und den Belegstellen in den Anlagen herumswitchen müssen.

Nach dem Offenen Brief finden Sie eine Liste zum downloaden des Offenen Briefes mit sämtlichen Anlagen, die Michael Rosenberg zusammengestellt hat.


Wir kündigen an dieser Stelle an, dass wir in einem weiteren Beitrag das Werk von Herrn Udo Herterich noch angemessen würdigen werden.

Der diesbezügliche Link wird an dieser Stelle unserer Webseite veröffentlicht werden.

Offener Brief von Michael Rosenberg
an den BCG vom 23.9.2014

Michael Rosenberg
Kölner Str. 28
50859 Köln

BCG
Bund Contergangeschädigter
und Grünenthalopfer e.V.
c/o Herr Andreas Meyer
Dohmengasse 7
50829 Köln

Köln, den 23.09.2014

- Mein Ausschluss aus dem OV Köln


Lieber Andreas,

anbei übersende ich den gesamten Rechtsvorgang nebst Urteil in o. Sache und bitte um Weitergabe zusammen mit diesem Anschreiben über sämtlich Verteiler, Foren etc..

Mit Urteil vom 17.07.14 wird bestätigt, dass der Versuch von Udo Herterich bzw. dem Vorstand des OV Köln, mich aus dem Kölner OV auszuschließen unwirksam ist und ich weiter Mitglied bin.

Hintergrund waren meine kritischen Fragen u.a. zum zustandekommen der Finanzierung des peer to peer – Projektes (durch Grünenthal) im Vorfeld der letzten Jahreshauptversammlung des Kölner OV. Udo Herterich wollte oder durfte (Grünenthal ?) diese Fragen nicht beantworten und versuchte stattdessen, mich mit dem vorgeschobenen Grund eines Beitragsrückstandes aus dem Verein auszuschließen, um meine Kritik und meine Fragen zu unterdrücken.


Der Kölner OV hat es dann aber zusammen mit seinem Anwalt noch nicht einmal geschafft, fristgerecht auf meine Klage zu erwidern. Selbst in einem verspäteten Versuch, noch eine Erwiderung auf den Weg zu bringen, gelingt es dem OV und seinem Anwalt letztlich nur,einen Beweis vorzulegen, der einen Ausschluss meiner Person aus einem weiteren Grund unmöglich macht. Das Gericht hat dann empfohlen „allein schon aus Kostengründen“ den Widerspruch zurückzuziehen. Aber die Details stehen in den Schriftsätzen (Anlagen: Klageschrift / Urteil / Widerspruch / Schreiben Gericht / Rücknahme Widerspruch). Dem Verein sind durch die verspätete Erwiderung zudem zusätzliche Kosten entstanden.

Insofern können Udo Herterich, der OV Köln und der LV NRW sich nun nicht mehr der Beantwortung meiner kritischen Fragen entziehen. Auch hier ist der Weg über das Gericht eine Option.

Ich möchte dieses Schreiben auch nutzen, um meinen Eindruck, wie er sich für mich derzeit in Ermangelung einer vollständigen Befriedigung meines Auskunftsbegehrens aufdrängt, darzustellen. Ich behaupte (noch) nicht, dass sich alles so zugetragen haben muss und die Gegenseite ist nach wie vor aufgefordert durch Vorlage von Nachweisen, Unterlagen, Belegen usw. eine völlige Transparenz herzustellen. Vielleicht ergibt sich dann ein anderes Szenario.

Herr Rechtsanwalt Dr. Kaba präsentierte im Jahr 2007 in Aachen das Thema Corporate Citizenship anlässlich einer Veranstaltung zum ENTERPreis Unternehmenswettbewerb 2007.

(Herr Rechtsanwalt Dr. Kaba ist Anwalt sowohl des LV NRW, des OV Köln, der einzelnen Mitglieder des OV Köln (auf Anforderung) als meines Wissens auch von Udo Herterich persönlich. Ob Herr Dr. Kaba ein Beratungsmandat mit der Firma Grünenthal hat oder jemals hatte, ist mir derzeit nicht bekannt. Herr Dr. Kaba hat den Vertrag zum peer to peer Projekt zwischen dem LV NRW und Grünenthal verhandelt und gestaltet. Interessenskonflikte sind so nahe liegend.)

Im Prinzip geht es bei Corporate Citizenship um die Einfädelung von „gesellschaftlichem Unternehmensmanagement und längerfristigen Unternehmenspartnerschaften zwischen Unternehmen und Gemeinnützigen“ (Zitat von der Webseite Bakoka).

Das Thema Corporate Citizenship wird auf folgender Wikipedia – Seite ausführlich beschrieben:

http://de.wikipedia.org/wiki/Corporate_Citizenship

Die Kritik am System des Corporate Citizenship geht dahin, dass es oft als Ablenkungsmanöver, das von einem schlechten Image ablenken soll, genutzt wird. Man spricht z.B. auch von „PR-Effekten“ und von „Greenwashing“.

Grünenthal praktiziert Corporate Citizenship auch in den letzten Jahren in erheblichem Ausmaß und ich denke man darf sagen, dass es ihnen auf jeden Fall um „Greenwashing“ geht und natürlich darum, das Thema Contergan über die Zeit zu retten, bis wir alle tot sind.

Noch einmal zeitlich zurück: Ende der 80er Jahre bis Anfang der 90er Jahre war ich zusammen mit Andreas Meyer und Werner Wittpoth Vorstand des Kölner OV. Der Kölner OV war quasi das „Gallische Dorf“ in den Conterganorganisationen. Die Stiftung und der Bundesverband wurden damals von Grünenthal „überwacht“. Dem Kölner OV gelang es dann, zumindest ein kleines Stück Bereinigung dadurch herzustellen, dass er die Grünenthal am nächsten stehenden Personen aus dem BV verjagen konnte. Detail siehe unter:

www.gruenthal-opfer.de/Navi-Leiste „Contergan“ und dann „Bundesverband Skandale“

Heute ist der Landesverband NRW quasi die größte „Förderfiliale“ von Grünenthal. Die größte „Vertriebsfiliale“ ist der OV Köln. Warum? Über den LV, der wohl nur ein wesentliches Projekt hat, wird „peer to peer“ abgewickelt, welches komplett von Grünenthal bezahlt wird und über die Webseite des Kölner OV wird peer to peer beworben. Beides unter falscher Flagge. Wurde für die Zeit, in der das Land NRW die „Zwischenfinanzierung“ getätigt hatte, dies noch auf der Webseite kenntlich gemacht, sind derlei Hinweise auf den „Förderer“ seit Grünenthal nicht mehr vorhanden.

Nicht einmal auf der Webseite des LV NRW findet man in der Navi-Leiste unter dem Punkt „unsere Unterstützer“ auch nur den geringsten Hinweis auf den Hauptsponsor Grünenthal. Wer das nicht seltsam findet. Hat Grünenthal die Macht, vom LV NRW zu verlangen, nicht auf der Webseite genannt zu werden?

Der gesamte Vorgang wird verschleiert, die Abgrenzungen zwischen OV und LV lösen sich auf und alles verschwindet in einer großen Nebelbank.

Meine Frage, welche konkreten Versuche unternommen wurden, eine Finanzierung ohne Grünenthal zu erhalten wurde nie beantwortet, geschweige denn, die angeforderten Nachweise vorgelegt. Man kann nicht ausschließen, dass die Anschlussfinanzierung des Projektes durch Grünenthal -bereits vor der Finanzierungsphase des Landes NRW- zwischen Grünenthal und dem LV ausgehandelt war.

Es ist bekannt, dass es noch weitere kleinere Projekte gibt. Auch diese werden meines Wissens alle von Grünenthal bezahlt. Ich nehme gerne Hinweise entgegen, dass es auch noch Projekte gibt, die von anderer Seite gefördert sind.

Ein besonders übles Beispiel für ein „Einzelprojekt“ ist die seltsame Figur, die 2012 in Stolberg der Weltöffentlichkeit präsentiert und positioniert wurde. Ein Denkmal, dass kein Denkmal ist und eine Entschuldigung die keine Entschuldigung war. Man munkelt sogar, es solle sich um eine gebrauchte Skulptur handeln, die der Künstler noch im Keller hatte und die etwas aufgepeppt wurde. Dies könnte auch erklären, warum das „Schadensbild“ der Skulptur in keinerlei Kontext mit typischen Conterganschäden steht. Unter Ausschluss jeglichen demokratischen Prozesses hat (man müsste wohl diesmal eigentlich Familie Schmidt-Herterich sagen) Udo Herterich im Namen des LV NRW agiert und dieses „Ding“ der Stadt Stolberg angepriesen. Fast schon überflüssig zu erwähnen, dass Grünenthal allein den Künstler bezahlt hat, allerdings über den Umweg einer Einzahlung auf das Konto der Stadtkasse Stolberg.

In dem (für meinen Geschmack sehr schleimigen) Schreiben von Udo Herterich vom 27.10.2010 an die Stadt Stolberg fallen die schwülstigen Ausführungen einer Mutter (es handelt sich gerüchteweise um Udo Herterichs Schwiegermutter, die angeblich mit dem Künstler persönlich bekannt ist) auf, aber viel mehr noch die Hinweise auf Udo Herterichs mangelhaftes Demokratieverständnis. Die alleinige Deutungshoheit die er für sich, den LV ? und seine Familie?, reklamiert begründet er damit, man könne die einzelnen Opfer nicht erreichen und der Bundesverband hätte ja nur 38 Mitglieder. (Anlage: Brief Herterich)

Und wie viele Mitglieder hatte der LV NRW zu diesem Zeitpunkt ??

Ebenso spricht Udo Herterich in dem Schreiben ausschließlich von einem Denkmal. Er sorgt aber nicht dafür, dass es auch eins wird! (Gott sei Dank, so können wir in Zukunft immer noch ein „Erstes Denkmal“ stellen lassen) Aber auch die gesamte Presse und Grünenthal sprechen von einem Denkmal und die Öffentlichkeit wird wieder einmal getäuscht. Auf meine Anfrage vom 03.09.2012 (Anlage: an BM Gatzweiler Stolberg) antwortet der Bürgermeister am 27.09.2012 (Anlage: von BM Gatzweiler Stolberg), dass es sich nur um eine „Gedenkskulptur“ handelt.

Die Grenze von Corporate Citizenship zur Unterwanderung von Organisationen bzw. Opfergruppen verläuft fließend. Der Contergan-Skandal hat hier sicher eine ganz besondere Ausprägung. Denn selbst wenn Grünenthal mit ein paar Millionen Euro um sich schmeißt, ist dies sicherlich geeignet, in der Öffentlichkeit den Wohltäter zu markieren. Jedoch sind die verteilten Beträge ein „Fliegenschiss“ gegenüber der eigentlichen Schuld in Höhe von vielen Milliarden Euro. (Einschließlich einer eigentlich notwendigen Rückerstattung der vom Staat ausgezahlten Renten seitens Grünenthal an den Staat)

Insofern behaupte ich, dass es Grünenthal nicht um Wohltaten geht, sondern nach wie vor einzig und allein darum, möglichst billig aus der Sache raus zu kommen.

Mit Hilfe von kleinen und großen Opferprojekten bis hin zu direkten finanziellen Zuwendungen soll der Widerstand der Opfergruppen aufgeweicht werden. Ziel: Die völlige Beruhigung.

Vielleicht erinnert sich der ein oder andere an diverse alte Filme, Western oder im Mittelalter spielend, in denen eine Kutsche mit Pferdegespann versucht, mit hohem Tempo zu fliehen. Auf der Kutsche stehen etliche Kisten mit (gestohlenem) Gold und der Mob läuft hinterher, um sie einzuholen. Und dann immer die gleiche Szene: Die Flüchtigen öffnen eine Kiste und schütten die Goldstücke in die Gegend. Der Mob bremst, bückt sich und jeder rafft, soviel wie er kann, auf. Aber die Kutsche mit den restlichen Goldkisten entkommt.

Dies ist im Prinzip unsere aktuelle Situation.

Aber damit nicht genug. Die Anfütterung und Sedierung (bereits Contergan war ein Beruhigungsmittel) führt nicht nur zu einer Lähmung der Aktivisten in Deutschland. Nein auch den ausländischen Gruppen wird so versucht, den Boden unter den Füssen wegzuziehen. Wer die Stellungnahme von Grünenthal zum Prozess in Spanien liest, wird das ganze Ausmaß der Strategie Grünenthals erkennen. (Anlage: Grünenthal Spanien)

Ein weiteres Ziel einer Unterwanderung ist es, die ursprüngliche Aktivistengruppe zu spalten.

Auch dies ist Grünenthal stets hervorragend gelungen. So reagieren diejenigen Opfer, die sich haben „anfüttern“ lassen, mittlerweile sehr empfindlich gegenüber denen, die eine Annahme von Geld seitens Grünenthal ohne eine wirkliche, alle Opfer einbeziehende akzeptable Zahlungsvereinbarung, ablehnen.

Es entsteht zuweilen bereits der Eindruck, dass bei einzelnen Funktionären und Opfern eine Art „geistige Verbrüderung“ mit Grünenthal gegen kritisch gebliebene Opfer, also die eigenen Leute, eingesetzt hat. Gleichzeitig wird leise – und die Gebetsmühle läuft nur noch langsam – stereotyp wiederholt, man wolle immer noch eine gerechte Entschädigung von Grünenthal und eine Entschuldigung. Aktivitäten diesbezüglich gibt es jedoch nicht. Auch wird behauptet, dass die Annahme von kleinen Zuwendungen nicht den Kampf gegen Grünenthal schwächt. Die Realität aber beweist das genaue Gegenteil.

Wer einmal dem „Teufel“ aus der Hand gefressen hat, tut sich mit und mit schwerer, gegen ihn zu kämpfen.

Die vorläufige Spitze der Unverschämtheit ist es allerdings, kritisch gebliebene Opfer zu diskreditieren und, wie im Kölner OV geschehen, zu versuchen, diese Personen vom Verein auszuschließen. Diese Methoden können nicht hingenommen werden und sie zerstören den Jahrzehnte alten Spirit unseres Verbandes und der Aktivistenbewegungen gegen Grünenthal.

Während der Bundesverband mittlerweile seine Position gegenüber Grünenthal deutlich korrigiert hat, treibt Udo Herterich in seinen Mehrfachfunktionen als Vorstand des OV Köln, als Vorstand des LV NRW und als ungewählter, selbsternannter Häuptling einer unregistrierten Vereinigung ohne identifizierbare Anhänger namens Icta, die Opfer wie Lemminge in die Arme von Grünenthal.

Selbst der Bundesverband hat auf seiner Webseite eine Selbstverpflichtungserkärung abgedruckt, die festlegt, dass der Bundesverband und seine Funktionäre keine finanziellen Mittel von Grünenthal annehmen! Siehe auch Webseite des Bundesverbandes:

www.contergan.de/ Navi-Leiste: „Grünenthal“ und dann „Selbstverzicht“.

Im krassen Gegensatz dazu steht, dass Opfer von peers des peer to peer Projektes des LV NRW/Herterich/Grünenthal scheinbar auch in die Richtung beraten werden, wie man Geld von Grünenthal erhalten kann, was einer organisierten Anfütterungskampagne entspricht. Alles Grünenthal oder was?

Die Doppelfunktionen von Udo Herterich und Herrn Dr. Kaba im OV Köln und im LV NRW führen dazu, dass ein einfaches Mitglied des OV Köln mit einer kritischen Frage zum LV NRW überhaupt nicht mehr durchdringen kann. Der Kölner OV hat als Mitglied des LV NRW eigentlich auch eine Kontrollfunktion. Diese findet bei der jetzigen Besetzung der Ämter und Mandate nicht mehr statt. Das Ganze wirkt schon eher wie ein Familienbetrieb.

Nur so ist es möglich, dass Udo Herterich den Finanzierer des peer to peer Projektes so lange auf den Webseiten verstecken konnte. Er hat Zugriff auf die Gestaltung beider Webseiten.(OV und LV) Dass die Kenntnis von Opfern über eine komplette Finanzierung des Projektes durch Grünenthal, diese von der Inanspruchnahme einer Beratung abhalten könnte, liegt auf der Hand. So dringen doch die peers mitten in den privatesten Bereich der Opfer ein und bekommen ein deutliches Bild von der jeweiligen Situation. Schon in der Conterganstiftung hatte ein Anwalt Grünenthals 30 Jahre lang die Möglichkeit, Einsicht in unsere medizinischen Akten zu nehmen. Auch wenn im Vertrag zwischen Grünenthal und dem LV NRW festgeschrieben ist, dass keine individuellen Daten weiter gegeben werden, so ist an anderer Stelle vereinbart, dass der LV Rechenschaftsberichte abgeben muss. Selbst wenn die Daten für einen solchen Bericht aus anonymisierten Einzeldaten zusammengefügt werden, hat dieses Material immer noch die Qualität z.B. einer klinischen Studie. Grünenthal erhält somit fortlaufend Informationen über den „Zustand“ der Opfergruppe.

Ein weiterer Beweis für die seltsame Amtsführung des Udo Herterich ist der Ausschluss von Nico von Glasow aus dem Kölner OV vom 18.10.2013. Der Ausschluss erfolgte auch hier mit der Begründung angeblicher Beitragsrückstände, was natürlich bereits im Vergleich mit seinem Einsatz für die Betroffenen ein Witz ist.

Eine Befragung der Mitgliederversammlung zum Ausschluss eines solch prominenten lebenslangen Mitglieds hat meines Wissens nicht stattgefunden. Der Ausschluss ist den meisten vermutlich gar nicht bekannt.

Zudem hatte der Verein mit Rundschreiben vom November 2003 die Eigenschaft des „nicht zahlenden Mitglieds“ eingeführt. Ein Ausschluss wegen eines Beitragsrückstandes war also vom Grunde her schon überhaupt nicht möglich. Das Schreiben vom November 2003 wäre ansonsten eine beispiellose Mitgliedertäuschung gewesen, wie man sie selbst bei einem Karnevalsverein oder einem Schrebergartenverein nicht finden wird. Nico hatte vermutlich keine Lust auf einen solchen Provinzmorast überhaupt einzugehen, der Ausschluss von ihm ist aus meiner Sicht allein schon deswegen unwirksam.

Und jetzt aktuell zum 17.09.14 verbreitete der OV Köln und LV NRW eine Einladung für einen Filmabend, indem ein spanischer Dokumentarfilm über Contergan „50 Jahre Schande“ gezeigt wird, für den man werben möchte. Hierzu wurde auch Herr Souvignier eingeladen (Produzent von „Eine einzige Tablette“). Die Einladung von Herrn Souvignier ist insofern prekär gewesen, als Herr Jan Schulte-Hillen im Film zu Wort kommt. Herr Jan Schulte-Hillen behauptet u.a., dass die heutige Familie Wirtz nichts mehr mit dem Conterganskandal zu tun hätte, was natürlich ein Witz ist und völlig unwahr, weil die heutige Familie Wirtz unsere Enteignung betrieben hat. Ferner hatte sein Vater, Herr Karl-Hermann Schulte-Hillen zusammen mit Grünenthal -erfolglos- gegen die Ausstrahlung des Films „eine einzige Tablette“ prozessiert!

Im Film kommt auch Nico von Glasow mit mehreren Äusserungen vor.
(Aber ihn hat man illegal aus dem OV Köln ausgeschlossen!)

Wer soll all das noch irgendwie zusammen bekommen?

Ich glaube, dass die meines Erachtens unsäglich schlechte und vor allem schlampige Amtführung, die von Udo Herterich praktiziert wird, sich – zumindest was den OV Köln angeht - auf seine Person reduziert. Er fügt den Opfern im Hinblick auf die Erlangung einer gerechten Entschädigung durch Grünenthal einen katastrophalen Schaden zu, indem er Grünenthal mit aller Kraft in die Hände spielt.

Gabi Brall und Brigitte Gerards befinden sich vermutlich in einer unangenehmen Zwangssituation. Ich kann mir bei beiden nicht vorstellen, dass sie an solchen Machenschaften aktiv beteiligt sind. Womöglich sind sie teilweise - vermutlich im Gegensatz zu Claudia Schmidt-Herterich – noch nicht einmal informiert worden.

Zu allem Überdruss bewirbt sich Udo Herterich nun auch noch für den Stiftungsrat. Priml!


Mit freundlichen Grüßen

Michael Rosenberg



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