Conterganopfer geht vor Gericht!
Nach 30 Jahren Conterganrente aberkannt!

Contergan victim takes case to court!
Contergan pension disallowed after 30 years!

SCROLL DOWN FOR ENGLISH TRANSLATION


Einladung vom 12.03.2014 zum Gerichtstermin

Liebe Mitstreiter und Mitstreiterinnen,

am 8.4.2014 findet um 10:00 Uhr im Verwaltungsgericht Köln in Saal 1 (Erdgeschoß), Appellhofplatz, 50667 Köln (Eingang Burgmauer) ein Gerichtsverfahren statt, das alle Contergangeschädigten angehen wird.

In diesem Verfahren geht es um die Frage, ob und wann Contergangeschädigte beim Stellen eines Revisionsantrages darauf vertrauen können, dass die Conterganstiftung ihre Conterganschädigung nicht in Zweifel ziehen kann.

Auf diese Frage hat die Conterganstiftung bisher nur mit spitzfindigen Absichtserklärungen geantwortet. Zu mindestens macht das hiesige Verfahren deutlich, dass die Conterganstiftung sehr wohl die Conterganschädigung eines Betroffenen in Zweifel zieht.

Daher wollen wir dieses Gerichtsverfahren zum Anlass nehmen, von der Conterganstiftung und der Bundesregierung eine einklagbare Garantie zu verlangen, dass eine einmal anerkannte Conterganrente nicht wieder aberkannt werden kann.

Und nicht zuletzt wollen wir uns mit dem von dem Verfahren betroffenen Olaf T. solidarisieren und ihm bei seinem schweren Gang vor Gericht kraftvoll zur Seite stehen und ihm Mut machen.

Ich gehe davon aus, dass sich viele von uns mit Olaf T. solidarisieren werden, denn auch Olaf T. hätte sich über die Rentenerhöhung im letzten Jahr gefreut!

Sorgen wir mit unseren zahlreichen Erscheinen dafür, dass die bisherige Freude über unsere Rentenerhöhung nicht auch bei anderen von uns getrübt wird!

Wir erinnern uns zurück:

30 Jahre lang galt Olaf T. als contergangeschädigt. 30 Jahre lang erhielt er eine Rente von der Conterganstiftung. Plötzlich soll alles anders sein. Die Conterganstiftung hat Olaf T. seine Conterganrente aberkannt. Dabei hat Olaf T. bei der Conterganstiftung nur einen Antrag auf Verschlimmerung seiner Conterganbehinderung (Revisionsantrag) gestellt. Wie viele andere Conterganopfer auch wollte er damit eine Höherstufung seiner Rente erreichen. "Nun verliere ich alles!" sagt Olaf T. Interessant daran ist, dass Olaf T. in den letzten Jahren bereits mehrfach Revisionsanträge bei der Stiftung gestellt hat. Seine Conterganschädigung wurde aber dabei bisher von der Stiftung nicht in Zweifel gezogen. Denn vor 30 Jahren galt Olaf T. bei den medizinischen Gutachtern der Stiftung schon als Zweifelsfall. Aber die Stiftung hat damals Olaf T. als Conterganfall anerkannt. "Herr Olaf T. durfte auf seine Rentenzahlung auch für die Zukunft vertrauen, da auch zum jetzigen Zeitpunkt keine neuen Tatsachen vorliegen, die eine Entziehung der Rente für die Zukunft rechtfertigen würden." sagt Rechtsanwältin Buder-Heckert vom VdK Hessen-Thüringen.

Wir hoffen auf Euer zahlreiches Erscheinen und verbleiben

mit den allerbesten Wünschen

Andreas Meyer


Pressererklärungen und weitere Informationen in dieser Sache finden Sie hier.

Contergan victim takes case to court!
Contergan pension disallowed after 30 years!

Invitation from 12.03.2014 to attend a court hearing

Dear fellow campaigners,

A court hearing will take place on 8.4.2014 at 10:00 hrs at the Cologne Administrative Court in Room 1 (ground floor), Appellhofplatz, 50667 Cologne (Burgmauer entrance), which will concern all Contergan victims.

These proceedings will deal with the question, if and when Contergan victims, when making an application for review, may depend on it that the Contergan Foundation cannot cast doubt on their Contergan disability.

Until now the Contergan Foundation has only responded to this question with hair-splitting declarations of intent. At the very least, this court case makes it clear that the Contergan Foundation does indeed cast doubt on the Contergan disability of an affected person.

Therefore we wish to use this court hearing as the occasion to demand an enforceable guarantee from the Foundation and the Federal Government that a Contergan pension, once recognised, can never be disallowed again.

And not least we wish to show our solidarity with the person involved in the case, Olaf T, and stand powerfully together with him and give him courage for his difficult court appearance.

I trust that many of us will show solidarity with Olaf T, because Olaf T was also happy to receive last yearís pension increase!

Let us ensure, by attending in large numbers, that more of us will not have our pleasure at the pension increase ruined!

We recall:

For 30 years, Olaf T was recognised as a Contergan victim. For 30 years he received a pension from the Contergan Foundation. But suddenly everything has changed. The Contergan Foundation has disqualified Olaf T from his Contergan pension. Olaf T had done no more than to submit an application to the Contergan Foundation regarding the deterioration in his Contergan disability (an application for review). Like many other Contergan victims, he wished to obtain an increase in his currently miserable pension. "Now I am losing everything!" says Olaf T. The interesting thing is that Olaf T had already submitted various review applications to the Foundation in recent years, and up till now his Contergan disability was never placed in doubt by the Foundation. 30 years ago Olaf T was already regarded as a borderline case by the Foundationís medical experts. But at that time the Foundation recognised Olaf T as a Contergan case. "Mr. Olaf T should be assured of his pension payments, also in the future, because at the present time there are no new facts that would justify a future withdrawal of the pension," says Karin Buder-Heckert, the attorney of the VdK Hessen-Thüringen.

We hope you will attend in large numbers.


With all best wishes,

Andreas Meyer



Nutzen Sie unseren Newsletter

Wenn Sie etwas über aktuelle Ereignisse erfahren wollen, können Sie sich hier für unseren kostenlosen Newsletter anmelden.

Schnellkontakt

BCG
Bund Contergangeschädigter
und Grünenthalopfer e.V.
c/o Herr Andreas Meyer
Dohmengasse 7
50829 Köln

Mo - Do von 12 - 17 Uhr

Telefon:
+49 (0)172 / 2905974

Telefax:
+49 (0)221 / 9505102

Kontakt